Hunde in der Schule

Schulhunde: Tierische Unterstützung im Unterricht

Die positiven Eigenschaften von Hunden sind bekannt. Sie haben keine Vorurteile, sind geduldige Zuhörer und nehmen uns das Gefühl der Einsamkeit. Inzwischen erobern die Vierbeiner auch ein neues Einsatzgebiet: das Klassenzimmer.

Mehr und mehr Lehrer bringen ihre Hunde mit in den Unterricht, als Unterstützung bei der Erziehung der Kinder und bei der Stoffvermittlung. Die Hunde selbst müssen dabei nicht viel tun. Schon ihre Anwesenheit lockert die Atmosphäre auf und baut Aggressionen ab. Wichtig ist, dass die Lehrkraft den Kindern erklärt, warum Rücksichtsnahme auf den Hund so wichtig ist und dass laute Töne seinem empfindlichen Gehör schaden können. Die Folge: Der Geräuschpegel sinkt, und der Unterricht läuft harmonischer ab.

Weitere Vorteile erläutert Bernd Retzlaff, einer der ersten Lehrer, die in Deutschland ihren Hund mit in den Unterricht nahmen: „Die Schulangst wird verringert und die Kommunikationsfähigkeit auf vielfältige Weise gefördert.“ Zudem lernen die Schüler, richtig miteinander umzugehen und Rücksicht zu nehmen. Auch ihr Verantwortungsbewusstsein wird geweckt. Auf diese Weise helfen die „Lehrer auf vier Pfoten“ sowohl den Schülern als auch den Pädagogen.

Inzwischen gibt es unter den Schulhunde-Lehrkräften einen regen Austausch und auch im Bereich der Fortbildung entwickeln sich mehr und mehr professionelle Angebote. Sie widmen sich etwa den Voraussetzungen von Lehrern und Hunden, den Einsatzmöglichkeiten im Unterricht sowie rechtlichen Fragen.