Ein Hund, der regelmäßig mit in der Schule ist, um einen Lehrer bei seiner pädagogischen Arbeit zu unterstützen, muss einige Grundbedingungen erfüllen, damit es nicht zu Problemen und Verletzungen bei den Schülern kommt:
Eine gute Bindung zum Lehrer ist eine weitere wichtige Voraussetzung, um den regulären Unterricht störungsfrei abhalten zu können beziehungsweise den Hund gezielt in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen.
Eine Unterordnung erfolgt bei einem Team Lehrer-Hund in der Regel ohne Worte und der Hund orientiert sich automatisch an seinem Halter und dessen Erwartungen. Auch ohne direkte Einbindung des Hundes stellt die Schule mit den unterschiedlichen Menschen, Geräuschen und Aktionen eine hohe Belastung für den Hund dar. Er kann nur zeitweise aktiv in den Unterricht eingebunden werden und sollte auch nie die ganze Woche durchgehend im Klassenraum sein müssen.
Das richtige Alter
Erfahrungen haben gezeigt, dass einige Schulhunde bereits als Welpen mit in die Schule gegangen sind. Ebenso zeigte sich, dass einige Hunde im Alter von acht Jahren durch den Schulalltag schon so gestresst waren, dass sie ihre Besitzer nicht mehr begleitet haben. Viele Experten fordern deshalb, Hunde erst im schulischen Rahmen einzusetzen, wenn sie mindestens ein Jahr alt sind – und auch das nur nach gründlicher Eingewöhnung, einer speziellen Ausbildung und nie mehr als wenige Tage in der Woche und wenige Stunden am Stück.
Zudem muss jeder Hundebesitzer seinen Hund genau beobachten und dessen Stresssymptome im Blick haben, um eine Überforderung des Tieres schnell zu erkennen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und so etwaige Gefahren für die Schüler auszuschalten. Dies ist in der Regel nur bei einem eingespielten Team Lehrer-Hund möglich, denn viele Reaktionen zeigen sich erst Stunden oder Tage später und Stress entsteht in der Regel durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren.