Beschwichtigungssignale

Beschwichtigungssignale

Beschwichtigungssignale dienen als Vorbeugungsmaßnahme der Hunde, um Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie sollen Bedrohungen und Probleme vermeiden, Stress und Unruhe, Nervosität, laute Geräusche und andere unangenehme Dinge beschwichtigen. Sie können auch der eigenen Beruhigung dienen.

In der gleichen Situation können Hunde ganz unterschiedliche Beschwichtigungssignale zeigen. Etliche Hunde haben einen Teil dieses so wichtigen Kommunikationssystems verloren, weil sie von Menschen, die diese Signale falsch interpretierten oder nicht erkannten, bestraft wurden.

Leichtes Unwohlsein:

  • Kopf abwenden
  • Nase lecken
  • Pfote heben
  • langsame Bewegungen
  • wedeln mit dem Schwanz
  • gähnen
  • blinzeln, Augen wandern
  • lächeln
  • schmatzen
  • im Bogen gehen
  • am Boden schnüffeln
  • markieren
  • Vorderkörpertiefstellung
  • dazwischengehen/splitten

Starkes Unwohlsein:

  • Körper abwenden
  • errstarren/einfrieren
  • hinsetzen
  • hinlegen

Turid Rugaas: Calming Signals – Die Beschwichtigungssignale der Hunde

Zu den von Turid Rugaas deklarierten Beschwichtigungssignalen ist anzumerken, dass die ethologische Grundregel, nämlich interagierende Hunde genau und ausnahmslos im Gesamtbild zu beobachten, nicht genügend beachtet wird. Dadurch können gefährliche Situationen zwischen Mensch und Hund entstehen.

Als eindeutig beschwichtigende Kommunikationssignale gelten (Zimen, Feddersen-Petersen, Bloch u. a.):

  • Blickkontaktvermeidung
  • Sich-klein-machen
  • Pföteln
  • Maullecken und andere Leckintentionen